Preisträger

Der Preis wird im Rahmen der jährlich stattfinden Preisverleihung des TO DO – Wettbewerb für sozialverantwortlichen Tourismus überreicht – und stellt dabei einen eigenständigen Wettbewerb dar. Der „TO DO Award Human Rights in Tourism“ kann an Einzelpersönlichkeiten, Initiativen, Projekte oder Angebote weltweit verliehen werden. Die Preisvergabe ist das Ergebnis einer Sichtung und Empfehlung einer hochkarätigen Fachjury.

2017 zeichnete der Studienkreis für Tourismus und Entwicklung e.V. die britische Gewerkschaftsorganisation UNITE – the union (London) aus. Deren Vorsitzender Kevin Curran nahm die Ehrung während der ITB entgegen. Unite ist die mitgliederstärkste Gewerkschaft in Großbritannien und Irland. Diese verteilen sich über 20 Branchen – darunter auch Hotellerie und Gaststätten, Transport, Fertigung, öffentliche Dienstleistungen, Transport, Nahrungsmittel, Finanzen und Bau. UNITE kämpft seit vielen Jahren gegen ausbeuterisches Verhalten der Arbeitgeber in diesem Sektor und ermutigt u. a. die Angestellten von Hotels, ihre Arbeitnehmerrechte einzufordern, Lohndumping zu beenden und für menschenwürdige Arbeits- und Lebensbedingungen zu kämpfen.

2018 wurde Herman Kumara mit dem „TO DO Award Human Rights in Tourism“ geehrt. Der international anerkannte Menschenrechtsverteidiger setzt sich seit Jahrzehnten für die Rechte von Fischern in Sri Lanka ein, deren Fanggründe durch touristische Projekte bedroht sind, weil ihnen der Zugang zum Meer versperrt wird. Er kämpft für all jene Menschen, die auf Weisung des Militärs für die Errichtung neuer Tourismus-Zonen vertrieben werden. Kumara arbeitet unermüdlich an einzelnen Kampagnen, um die Rechte der Fischer in der Lagune von Negombo zu schützen. Dabei betont er immer wieder: „Wir sind nicht gegen Tourismus. Wir wollen allerdings eine Koexistenz mit dem Tourismus, die allen Nutzen bringt.“

Die Deutsche UNESCO-Kommission hatte in beiden Jahren die Schirmherrschaft über den Preis übernommen.